Prozesswärme ohne Umwege

Gerade bei niedrigen Heizleistungen stoßen konventionelle Lösungen wie Heizpatronen, Heizbänder, Infrarotstrahler sowie gas- oder thermoölbasierte Systeme schnell an ihre Grenzen. Sie reagieren vergleichsweise träge und erwärmen neben dem eigentlichen Prozess häufig auch angrenzende Bauteile und die Umgebung. Dadurch verlängern sich die Aufheizzeiten, und es entstehen zusätzliche Energieverluste. Mit dem SHS setzt Kendrion deshalb auf eine direkte induktive Erwärmung. Die Prozesswärme entsteht berührungslos unmittelbar im Bauteil, wodurch sich Aufheizzeiten verkürzen und Energie gezielter eingesetzt werden kann. Je nach Anwendung sind gegenüber konventionellen Heizverfahren Energieeinsparungen von bis zu 75 Prozent möglich. Über einen integrierten PT1000-Eingang kann die Temperatur direkt am Prozesspunkt erfasst werden. Gemeinsam mit der internen Regelung entsteht so ein geschlossener Regelkreis, der die Temperatur kontinuierlich nachführt und Temperaturüberschwinger bei empfindlichen Materialien reduziert.
„Mit dem SHS übertragen wir unsere langjährige Erfahrung aus industriellen Applikationen hoher Leistungen gezielt in den Heizleistungsbereich bis 2 kW. Anwender profitieren von der Möglichkeit, selbst kleine Bauteilstrukturen in kürzester Zeit gezielt zu erwärmen und den Prozess dank integrierter Temperaturerfassung und moderner Feldbusanbindung nahtlos zu überwachen und zu steuern“, sagt Hauke Ramm, Product Manager Control Technology bei Kendrion.
Heiztechnik, die sich in Maschinen einfügt
Für Maschinenbauer entscheidet sich die Praxistauglichkeit einer Heizlösung an der Heizleistung und daran, wie gut sie sich in bestehende Automatisierungsarchitekturen einfügen lässt. Das SHS wird über eine einphasige 230-V-Versorgung betrieben und lässt sich über PROFINET, EtherCAT oder CANopen direkt in die Maschinensteuerung einbinden. Für Anwendungen mit mehreren Heizzonen können mehrere Generatoren modular miteinander vernetzt werden. Dank seines kompakten Book-Size-Formats lässt sich der Generator platzsparend im Schaltschrank unterbringen. Damit adressiert das System typische Heizaufgaben in der Lebensmittel-, Verpackungs-, Textil- und Kunststofftechnik – etwa bei Koch- und Backwerkzeugen, Siegelstationen sowie bei beheizten Walzen und Galetten.
Technologisch knüpft das SHS an Kendrions bestehendes Induktionsportfolio und mehr als 50 Jahre Erfahrung in industrieller Steuerungs-, Regelungs- und Heiztechnik an. Das neue SHS präsentiert Kendrion vom 24. bis 26. November 2026 erstmals einem breiteren Fachpublikum auf der SPS in Nürnberg. Besucher finden Kendrion in Halle 4, Stand 418.
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