Kendrion Worldwide

Division Industrial

Division Automotive

Kendrion Holding

Kendrion N.V. is a public limited liability company incorporated under the laws of the Netherlands, with its registered office in Zeist.

For general requests:

> Contact
Kendrion Group Services
Aufzugsbremse - Elevation Line

Elevation Line

Bremsen für die Aufzugstechnik

Die Elevation Line wird bevorzugt im Aufzugsbau eingesetzt, eignet sich aber überall dort, wo erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Bremse gestellt werden. Elektromagnetisch betriebene Federkraftbremsen bauen das Bremsmoment auf, wenn der Strom abgeschaltet wird.

Über Elevation Line

In der Elevation Line sind Federdruck-Einscheibenbremsen bzw. Federdruck-Zweischeibenbremsen für Gleichstrom zusammengefasst, die den Anforderungen der EN 81 (Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen) entsprechen. Über die eingebauten Mikroschalter ist eine Fernabfrage des Bremsenzustandes (Ankerlage, Verschleiß, Ankerlagerung) möglich. Durch das patentierte Sicherheitskonzept entfällt die im Allgemeinen notwendige Überprüfung der Zweikreisigkeit der Federkraftbremsen bei der Abnahme der Aufzugsanlage. Ein Einsatz der Bremse ist überall dort möglich, wo kurze Baulängen mit entsprechenden Systemkomponenten wie Motor, Getriebe und Bremse realisiert werden müssen.

Spezifikationen & technische Details

Nennmomentbereich75 Nm - 440 Nm
SpannungDC 205 V
SchutzartIP 44

Wirkungsweise

Die Federdruck-Zweischeibenbremsen des Typs 76 451..A00 sind elektromagnetische Komponenten für Trockenlauf mit einem in tangentialer Richtung drehsteif, reibungsfrei und axial beweglich angeordneten Ankersystem und einer Zwischenscheibe, bei der die Kraftwirkung eines elektromagnetischen Feldes zum Aufheben der durch Federkraft erzeugten Bremswirkung ausgenutzt wird. Die Federdruck-Zweischeibenbremsen bremsen im stromlosen Zustand und öffnen beim Anlegen einer Gleichspannung an die Erregerwicklung der Bremse. Die abzubremsende Welle erfährt durch die Federdruck-Zweischeibenbremse keine axiale Kraft. Die fest montierte Handlüftung bietet die Möglichkeit z.B. bei Stromausfall, die Bremse manuell von Hand zu öffnen und dadurch die Bremswirkung der Federdruckbremse aufzuheben. Die ab Werk angebauten und eingestellten Mikroschalter detektieren den Betriebszustand der Bremse und sind in den Steuerstromkreis der Maschine z.B. Aufzugsmaschine bzw. der Anlage zu integrieren. Durch die formschlüssigen Verbindungen der beiden Reibscheiben mit dem Mitnehmer der Federdruck-Zweischeibenbremse sowie die drehsteife und axial fixierte Anordnung des Mitnehmers mit der Welle der Maschine z.B. Aufzugsmaschine, werden bei abgeschalteter Bremse die Reibscheiben gebremst und das Bremsmoment, über die Welle an die Maschine z.B. Aufzugsmaschine übertragen. Die Maschinenwelle wird abgebremst oder in Position festgehalten. Durch den speziellen Aufbau des Ankersystems und der Zwischenscheibe in Verbindung mit der elektrischen Überwachungseinheit (Mikroschalter), wird es möglich, den Betriebszustand (Offen, Geschlossen, Verschleißende, Fehler im Anker- bzw. Zwischenscheibensystem) der Bremse zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die reibungsfreie Anordnung des Ankers bzw. der Zwischenscheibe über Segmentfedern, erzeugt eine zur Bremsmomentübertragung drehsteife aber axial bewegliche Lagerung des Ankers und der Zwischenscheibe. Durch zusätzliche Abstützelemente (Hülsen), die nur bei Bruch der Segmentfedern die Abstützung des Ankersystems und der Zwischenscheibe übernehmen, ist die Sicherheit der Bremsmomenterzeugung gewährleistet. Die eingebaute Überwachungseinheit ist in der Lage, ein mögliches Bauteilversagen der Segmentfedern zu erfassen und dem Steuerungssystem der Maschine bzw. Anlage mitzuteilen. Durch die drehsteife, reibungsfreie und axial bewegliche Anordnung des Ankers und der Zwischenscheibe sowie der zusätzlich eingebauten Überwachungseinheit in Form von Mikroschaltern, ist ein Einsatz der Federdruck-Einscheibenbremse überall dort möglich, wo kurze Baulängen mit entsprechenden Systemkomponenten wie Motor und Bremse bzw. Motor, Getriebe und Bremse gefordert sind und gleichfalls die Sicherheitsanforderungen für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen nach EN81-1 erfüllt werden müssen. Der Anwender hat nach den Anforderungen der EN81-1 durch die richtige Auswahl des Bremssystems im besonderen des Bremsmoments sicherzustellen, dass bei Anwendungen nach EN81-1 die Bremse alleine in der Lage ist, den mit 1,25-facher Nennlast beladenen und mit Nenngeschwindigkeit fahrenden Fahrkorb, ausreichend zu verzögern. Die Federdruck-Zweischeibenbremsen des Typs 76 451..A00 sind vorwiegend als Haltebremsen mit Notstoppeigenschaften für den Einsatz in Aufzugsmaschinen mit Antriebsregelung im Innenbereich von Gebäuden vorgesehen.

Aufbau

Das Magnetgehäuse der Federdruck-Zweischeibenbremse enthält die fest eingebaute Erregerwicklung, deren Anschlusslitzen am Umfang der Bremse herausgeführt sind. Im Magnetgehäuse befinden sich die Druckfedern, die über die Druckbolzen und den Anker die mit einem Innenvierkant versehene Reibscheibe reibschlüssig gegen die Zwischenscheibe drücken. Die Zwischenscheibe drückt ihrerseits gegen die zweite Reibscheibe. Der Gleichgewichtszustand wird dann durch die Scheibe erreicht. Zusätzlich sind im Außenbereich des Magnetgehäuses Druckfedern eingebaut, die über die Druckbolzen auf den Anker wirken und so zusätzlich ein Bremsmoment erzeugen. Die Reibscheiben sind auf dem Mitnehmer axial verschiebbar. Durch diese Anordnung wirkt das volle Bremsmoment auf die Welle der Maschine (z.B. Motor). Durch die form- und reibschlüssige Verbindung der Scheibe mit dem Flansch über drei Spannhülsen werden 25% des Bremsmoments auf die Befestigungsfläche übertragen. 50% des Bremsmoments werden über die Zwischenscheibe und die zwei Segmentfedern auf die Hülsen und somit auf den Flansch bzw. auf die Befestigungsfläche (z.B. Motorlagerschild) übertragen. Die Hülsen sind im Magnetgehäuse fest eingepresst und ergeben zusammen mit dem Anker, der Zwischenscheibe und der Reibscheibe den Luftspalt s.
Der Anker ist über die Segmentfeder reibungsfrei und drehsteif mit dem Magnetgehäuse der Federdruck-Zweischeibenbremse verbunden. Die Zwischenscheibe ist über die zwei Segmentfedern reibungsfrei und drehsteif mit den Hülsen verbunden. Zwischen dem Anker bzw. der Zwischenscheibe und den Hülsen liegt so viel Spiel vor, dass ein Verkanten der genannten Bauteile auszuschließen ist. Über die beiden Mikroschalter, die Bestandteile der eingebauten Überwachungseinheit der Bremse darstellen, lässt sich der Betriebszustand der Federdruck-Zweischeibenbremse ermitteln. Das übertragbare Drehmoment M4 der Federdruck-Zweischeibenbremse lässt sich über einen Einstellring durch verändern des Einstellringabstandes E mit Hilfe eines Zapfenschlüssels verändern. Durch die Verdrehung des Einstellringes lässt sich die Federkraft der im Innenbereich des Magnetgehäuses angeordneten Druckfedern verändern. Der Einstellring ist ab Werk nach erfolgter Einstellung des übertragbaren Drehmoments M4 mittels eines Gewindestifts gesichert. Der zur Ankopplung der beiden Reibscheiben auf der Welle der Maschine (z.B. Aufzugsmaschine) axial fixierte Mitnehmer ist mit einer Passfedernut versehen, um die Bremsmomentübertragung zur Welle über eine in der Welle befindliche Passfeder sicherzustellen. Durch zwei O-Ringe, die zwischen dem Anker und dem Magnetgehäuse bzw. zwischen dem Flansch und der Scheibe angeordnet sind, werden die Schaltgeräusche der Federdruck-Zweischeibenbremse reduziert. Über die Befestigungsschrauben wird die Federdruck-Zweischeibenbremse über den Flansch an die Befestigungsfläche der Maschine (z.B. Aufzugsmaschine) montiert. Bei Bremsen mit einer Handlüftung sind entsprechende Ausnehmungen in dem die Bremse umschließenden Teil (z.B. Lüfterhaube) vorzunehmen. Um eine unsachgemäße Benutzung der Handlüftung auszuschließen kann der Betätigungshebel abgenommen werden.